Sport in der Feuerwehr ist ein Auftrag! Landesfeuerwehrverband

http://www.lfv-sh.de/aktuelle-mitteilungen/details/datum/2017/05/22/sport-in-der-feuerwehr-ist-ein-auftrag.html

Bericht des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig Holstein (Mai 2017)

Löschmeister Stefan Jenke aus der FF Mölln ist neuer Fachleiter Fitness im LFV SH. Der 51jährige tritt die Nachfolge von Andreas Bahr an, der das Thema Fitness in der Feuerwehr im Lande „salonfähig” gemacht hat. Jenke ist seit 1976 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr – und das nicht nur in sportlicher Sicht: Spielmannszug, Funkfachwart, ABC Einheit, Stabsmitglied TEL, Fachleiter GEO und Beauftragter für Sport in der Feuerwehr im KFV Herzogtum Lauenburg lassen keine Langweile aufkommen.

Sein Schwerpunkt ist jedoch eindeutig der Sport – entsprechende Qualifikationen bringt er mit: Fachkraft für Arbeitssicherheit, lizenzierter Fitneßtrainer A, lizenzierter medizinischer Fitneßtrainer und lizenzierter Personal Trainer ….

„Fitneß in der Feuerwehr ist für mich keine Frage mehr, sondern ein Auftrag”, sagt Jenke. „Durch die neuen Arbeitswelten wird unser Körper immer weniger in Bewegung gehalten. Dies führt zu Koordinationsschwierigkeiten, Leistungsminderung und vieles mehr. Persönliche Fitneß ist von Vorteil im privaten Bereich, im beruflichen Bereich und natürlich auch bei der Feuerwehr.” Jeder dieser Bereiche schiebe meist die Verantwortung etwas für Fitneß zu tun, auf den anderen Bereich, weiß Jenke über den „inneren Schweinehund” zu berichten. Sicher könne die Feuerwehr nicht ein komplettes Fitneß-Programm anbieten, aber wenn in jedem Bereich etwas für den Körper getan wird, erhalte man schon eine gute Portion Fitneß. Jenke mahnt aber auch: „Das Ganze darf nicht zu einem Wettkampf-Charakter ausarten. Wir wollen gemeinsam, jeder in seinem aktuellen Fitneß-Bereich, trainieren. Ganz nebenbei bekommen die Worte „Kameradschaft“ und „Vertrauen“ beim gemeinsamen Sportbetrieb eine ganz wichtige Bedeutung.”

Als Ziele für seine künftige Arbeit als LFV-Fachleiter nennt der 51jährige den Aufbau einer einheitlichen Struktur in jedem Kreis. Das bedeute zunächst die Installation eines Fachwart Fitneß in jedem Kreis- und Stadtfeuerwehrverband. Danach gelte es Informationsaustausch zu betreiben und mit Vorträgen und Lehrgängen im Bereich des Sports aufzuklären. Ein denkbares Themen ist dabei z.B. „Wie funktioniert das Einsatzmittel Mensch und sportlicher Beeinflussung?”

Eine enge Zusammenarbeit strebt Jenke auch mit den Fachbereichen III.3 PSNV-E und III.4 Medizin an.

Kreisfeuerwehrlauf 2017

7. Kreisfeuerwehrlauf in Geesthacht

Bei, zuerst kühlen, dann sonnigen Wetter trafen sich Sportbegeisterte Feuerwehrleute aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg in Geesthacht, um zu zeigen, das Sie Fit für den Einsatz sind. Die Feuerwehr Geesthacht richtete dieses Jahr die Veranstaltung aus. Eine schöne Strecke an der Elbe machte den Lauf nicht nur zu einem sportlichen Erlebnis, sondern zeigte auch, wie schön unsere Heimat ist.

Die Feuerwehr Geesthacht sorgte für einen perfekten Ablauf der Veranstaltung. Im Gerätehaus der FF Geesthacht fand, in gemütlicher Runde, die Siegerehrung statt.
Im Einsatz kommt es immer wieder zu Situationen, die die volle Leist

 

ungsfähigkeit eines Menschen abverlangen. Nur durch stetiges Training können die Feuerwehrleute diese Leistungen aus Ihrem Körper abrufen.
Da bringt es natürlich sehr viel Spaß, dieses Training bei einem gemeinsamen Treffen, hier der Kreisfeuerwehrlauf, zu testen.

Es wurden unterschiedliche Strecken angeboten: 5KM Walken, 5KM Laufen, 10 KM Laufen, Staffellauf 112 und neu dieses Jahr, der PSA Lauf. Hier laufen Feuerwehrleute in Ihrer Schutzausrüstung 2,8 KM. Eine erhebliche Anstrengung für den Körper, den allerdings alle Beteiligten perfekt gemeistert haben.

Bei der Walking Runde gewann Iris Mücke FF Havekost, 5KM Lauf Leon Stonies JF Mölln, 10KM Christian Pleik FF Sterley , PSA Lauf Maximilian Winkler FF Bad Beversen, 112 Staffel FF

Woltersdorf und seine Ziel-Einlauf-Zeit hat am besten geschätzt Andreas Lehmann FF Börnsen.
Bei Einsätzen können trainierte Feuerwehrleute Ihre Leistungen so dosieren, das Sie im Gefahrenfall noch Reserven haben, die Sie dann nutzen können. Der Kreisfeuerwehrverband unterstützte diese Veranstaltung mit Ihrer technischen Einsatzleitung und der Geschäftsstelle.

FÜHRUNGSVORGANG

Auftrag

„die Bekämpfung von Bränden und den Schutz von Menschen und Sachen vor Brandschäden (abwehrender Brandschutz), die Hilfeleistung bei Not- und Unglücksfällen (technische Hilfe), die Verhütung von Bränden und Brandgefahren (vorbeugender Brandschutz, Mitwirkung der Feuerwehren bei Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung) und die Mitwirkung im Katastrophenschutz.“

 

Lagefeststellung

Eigene Lage (Beispiel)

Durchschnittsalter meiner aktiven Kameraden ist 44 Jahre

Durchschnittsgewicht ca. 88 Kg

Heben und Tragen von Lasten ist nur bedingt möglich

Je nach Tageszeit ist eine Unterbesetzung möglich

 

Planung

Nach der Beurteilung der eigenen Lage kann es zu Schwierigkeiten bei der Abarbeitung des Auftrages kommen. Eine Gefahr für die eingesetzten Kräfte ist vorhanden.
            Ziel

Das „Einsatzmittel Mensch“ sollte nach seinen Aufgaben so fit gemacht werden, das es zu        einem reibungslosen Abarbeiten des Auftrags kommen kann.

            Kräfte
            Es müssen ALLE Kräfte für Ihre Aufgaben Fit gemacht werden.

Befehl

Alle Einsatzkräfte sollten sich nicht nur fachlich immer auf dem neuesten Stand halten, sondern  auch darauf achten, dass viele Aufgaben in der Feuerwehr noch mit Menschenkraft abgearbeitet werden müssen. Eine Grundfitness ist also zwingend notwendig.

Kontrolle

Als Führungskraft wird man den Erfolg durch Fitness in der Feuerwehr sehr schnell spüren. Eine verbesserte Koordination schützt vor Unfällen, Ausdauer hilft lange am Einsatzgeschehen Aufmerksam teilnehmen zu können und die Kameradschaft in der Feuerwehr wird gestärkt.

Erfolgt buchstabiert man  ……..   T U N

Die PS müssen auf die Straße

Im GYM trainiert man gerne Bankdrücken. Du schaffst es bestimmt bald ein enormes Gewicht zu drücken. Aber denke daran, Du mußt diese Kraft auch Altagstauglich machen.

Ansonsten trainierst Du nur fürs Auge. Trainerst Du frei, mit eigenen Körpergewicht, mit Gerätschaften, die Du einsetzt im Altag und in der Feuerwehr, dann trainierst Du nicht nur die reine Kraft, sondern gleichzeitig auch die Beweglichkeit und Koordination (insbesondere der Muskeln, die dem Hauptmuskel zuarbeiten). All dies brauchst Du auch in der Feuerwehr, beim Dienst und vor allem im Einsatz.

Ideen für die Umsetzung gibt es bei folgenden Lehrgängen:
Der Mensch als Einsatzmittel
HFUK Lehrgang Fit am und im Gerätehaus

Ohne Turnen, füllen wir Urnen

Gut, die Aussage ist ein wenig Provozierend. Das soll es auch sein….
Warum denn auch Sport machen.

Nach dem kölsche Jrundjesetz § 3 Et hätt noch immer jot jejange ,
sollte ja auch nichts passieren.
Trotzdem, einfach mal Gedanken machen. Leistungsfähigkeit erhöht sich, Achtsamkeit wird auch in Stress-Situationen gefördert, Bessere Ausdauer bei langen Einsätzen, Die Kameradinnen und Kameraden haben ein besseres Körpergefühl und können Ihren Körper effektiver einsetzen.
Deshalb, angepasst zur Aufgabe trainieren – Nicht jeder Kamerad muss auf Platz 1 der Wettkampf Besten stehen ….

Atemschutzgeräteträger und Fitness

Scheinbar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Atemschutzgeräteträgern (AT) und Sport in der Feuerwehr. Prozentual befinden sich mehr AT Träger in den Feuerwehren, wenn diese auch Dienstsport betreiben.

Kreisfeuerwehrlauf 2017

Am 13. Mai 2017 laden die Feuerwehr Geesthacht und der Kreisfeuerwehrverband zum diesjährigen Kreisfeuerwehrlauf ein!
Beim Laufwettkampf entlang der Elbe können Kameraden aller Feuerwehren des Kreises ihre Fitness in verschiedenen Disziplinen unter Beweis stellen.

So starten im Einzel Läufer und Nordic Walker auf 5km- und 10km-Distanz und in der 112-Staffel mit vier Läufern auf jeweils 2,8km.
Eine Besonderheit stellt dieses Jahr die zusätzliche Disziplin des PSA-Laufs dar, bei dem die Läufer mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung (bestehend aus Feuerwehrhelm, Überjacke, Überhose, Feuerwehrhaltegurt und Laufschuhen) an den Start gehen.